Zach Braff sammelt Geld für seinen neuen Film auf Kickstarter

Zach Braff sammelt Geld für seinen neuen Film auf Kickstarter

Zach Braff (bekannt durch Scrubs und Garden State) möchte sein neues Filmprojekt „Wish I Was Here“ (WIWH) eigenständig umsetzen, also selbst Regie führen, die Hauptrolle spielen sowie über den Cast und den Final Cut entscheiden. So viel Freiheit würde er nicht bekommen, wenn er mit großen Filminvestoren zusammen arbeiten würde. Also wendet er sich auf kickstarter.com an seine Fans und bittet um Spenden. Das Prinzip ist einfach: ein kurzes Video und ein Beschreibungstext skizzieren die Idee und rufen zur Beteiligung auf. Die Sponsoren werden damit nicht nur Teil des Werks, sondern erhalten je nach Höhe der Spende auch eine Gegenleistung. Wer z.B. 20 $ spendet, erhält eine Kopie des Drehbuchs, den Soundtrack vorab als Download sowie wöchentliche Updates und Musikempfehlungen von Zach Braff. Da mir nicht nur Zachs Filme, sondern auch seine Soundtracks gefallen, habe ich natürlich direkt zugegriffen. Aber für 1.000 $ hätte ich auch zwei Karten zur Premiere in Toronto inklusive Aftershow-Party haben können. Oder für 10.000 $ eine Rolle im Film mit persönlicher Nennung in der Cast Liste. Beide Optionen waren allerdings am 2. Tag bereits ausverkauft. Nach drei Tagen hatte Zach Braff die avisierten 2 Mio. $ zusammen.

Das Faszinierende dabei ist, wie man als Crowdfunder selbst Teil des Projekts, Produkts oder Unternehmens wird. Die emotionale Bindung durch das eigene Engagement ist enorm und man wird dadurch quasi zum Botschafter für das Projekt. Sicher ist, dass ich mich schon jetzt auf „Wish I Was Here“ freue und mir den Film natürlich im Kino ansehen werde. Und das trifft höchstwahrscheinlich auch auf die anderen (derzeit fast 31.000) Unterstützer zu, die inzwischen insgesamt fast 2,2 Mio. $ gespendet haben. Aber beeindruckend ist auch der virale Marketingeffekt, der durch dieses Crowdfunding erreicht wird. Denn jeder Unterstützer erzählt seinen freunden von der Aktion und aktiviert dadurch weitere Unterstützer und potenzielle Kinogänger. Via Facebook und Twitter sowie in der Blogosphere und in der Presse wird diese Reichweite noch einmal vervielfacht. Wenn Zach diese Bewegung nun noch durch unterhaltsame wöchentliche Updates am Leben erhält, dann kann er sich die klassischen Marketingausgaben zum Filmstart möglicherweise größtenteils sparen.

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