Marc's Blog

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17

Jun

2009

Generation Beta

Was muss man in Zeiten des Real-Time-Webs tun, um in Echtzeit-Geschwindigkeit im Netz auf Draht zu bleiben? Richtig - sich zeitnah mit den richtigen News füttern (feeden...). Wer zu spät kommt, verpasst den Anschluss und bekommt es schlimmstenfalls von seinem Nachbarn nachgezwitschert. Wer aber immer am Peak der Welle (Trend-Welle, noch nicht die neue Google-Welle) sitzt, um rechtzeitig aufzuspringen, der sitzt irgendwann im Dunkeln alleine im Line-up, nur in der Angst das nächste Set zu verpassen. (Dem Autor sind beide Zustände gut bekannt...)

 

Hier gibt es eine Lösung in mundgerechten Häppchen, die den interessierten Schönwetter-Surfer stets gut mit nahrhaften Trends versorgt, damit der Wissenshunger gestillt wird. trendwatching.com liefert daher monatliche Trendbriefings zu wechsenden Themen, die mit reichlichen aktuellen Beispielen gespickt die Trendhungrigen sättigen, ohne dass diese sich Tag und Nacht auf die Lauer legen müssen. Gut - irgendwer hat es sicher schon vorher gezwitschert, aber das sei ihm dann wohl auch gegönnt, meine ich zumindest.

 

Wo bleibt nun also der Bezug zum Titel? Im aktuellen trendwatchig.com Briefing "Foreverism"; in dem u.a. die Rede vom plötzlichen allgegenwärtigen ewigen Beta-Status ist. So wie dieser Blog, oder fast alle Inhalte und Angebote im Web und wahrscheinlich sogar die Nutzer oder Benutzten selbst, ist eben nichts wirklich fertig und i.d.R. einem konstanten Entwicklungsprozess unterzogen. Wir müssen uns dem nur öffnen und das Feedback der anderen Teilnehmer nutzen, um uns und unser Werk zu verbessern (ohne dabei seine eigene Note zu verlieren...).

 

Zu diesem Prozess trägt laut trendwatching nun auch bei, dass unsere virtuellen Konversationen eine Note von "Unendlichkeit" erhalten - unendlich haltbar in den Web-Datensilos und unendlich lange andauernd (heute schon re-getweetet?). Und demnächst auch noch in ständigem Beta durch zentrale Kollaboration statt dezentraler Distribution (siehe Google Wave Demo zum Thema "hosted conversations").

 

Ausserdem enthält dieses Briefing noch sehr schöne Beispiele, wie verschiedene Unternehmen Twitter (u.a. @Starbucks) aktiv nutzen, um mit Ihren Kunden in einen Echtzeit-Dialog zu treten. Dies ist dann wohl eine Realtime-Umsetzung des Cluetrain Manifestes (Märkte sind Gespräche), bei der sogar die ganze (Twitter-)Welt am Dialog zwischen Kunde und Marke teilhaben kann.

 

Damit dieser Post nicht unendlich wird, beende ich ihn hier. Das Thema wird aber sicher später fortgeführt. Oder überarbeitet. Beta eben.

 

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